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Es ist eine größtenteils
noch unbekannte Sportart, die ihre Wurzeln in der frühen Antike
und in den frühen Hochkulturen hat. In jedem, der damaligen Kulturkreise
gab es Gaukler, Zauberer und natürlich Akrobaten, die mit ihren
Darbietungen das Publikum erfreute. In China gibt es seit den
frühen Kaiserdynastien regelrechte Zirkusschulen, in denen Artisten
bis zur Perfektion geschult werden. Nicht umsonst zählen die chinesischen
Akrobaten zu den besten der Welt.
In Europa entwickelte sich die Akrobatik bescheidener. Die ersten
Träger dieser Kunst waren die Gaukler, die in Burgen und Städten
auftraten, um ihr Brot zu verdienen. Im 18. Jahrhundert wurde
die Akrobatik zur anerkannten Zirkusnummer, die unter keinen Umständen
fehlen durfte. So entstand aus Kombination der Akrobatik mit vielen
anderen Kunstformen, wie Tierdressuren, Hochseilakte und Jonglerie,
die Artistik, die noch immer im Zirkus zu bewundern ist. Reine
Akrobatiknummern wurden selten und so entstand eine Sportart,
die sich an der ursprünglichen Form der Akrobatik orientiert.
Die Gründer der Sportakrobatik kamen aus dem Lager des Turnens
und des Tanzens. Sie gaben der klassischen Akrobatiknummer, die
nur das Ziel hatte dargeboten zu werden, den sportlichen Charakter.
Es wurde ein Regelment geschaffen, um bei Wettkämpfen seine Kräfte
und Fertigkeiten zu messen.
Die Sportart 'Akrobatik' selbst, ist eine Mischung aus Geräteturnen
(das Gerät ist der Partner) und des Tanzes. Mit einer entsprechenden
Choreografie entsteht eine Kürübung, die beim Wettkampf dargeboten
wird und an die Sportler hohe Ansprüche stellt. Durch diese Art
von Konkurenz und dem gezielten Training wurden in der Sportakrobatik
Leistungen möglich, die im Zirkus undenkbar wären. Zu den Hochburgen
der Sportakrobatik zählen China, Rußland, Weißrussland,
Ukraine, Bulgarien, Polen und neuerdings England.
Bei einem Wettkampf der Sportakrobatik werden Paar- und Gruppenübungen
mit Musik geturnt. Eine Übung besteht aus mehreren akrobatischen
Partnerübungen, die balanciert (Balance) oder geworfen (Tempo)
werden, aus Tanzelementen (Choreographie) und einer bodenakrobatischen
Sprungserie. Die Paare und Gruppen sind in folgende Kombinationen
eingeteilt:
Damenpaar
Herrenpaar
Gemischtes Paar
Damentrio
Herrenquartett
Und Österreich? In Österreich ist dieser Sport ziemlich unbekannt,
aber es gibt einen Verband der Sportakrobatik, der es in verschiedenen
Vereinen ermöglicht diese Sportart auszuüben. Der beste Zeitpunkt
mit Sportakrobatik zu beginnen ist natürlich das Kinder- und Jugendalter
und dient, wie das Turnen als ideale Vorbereitung für jede andere
Sportart. Es werden dabei die koordinativen Fähigkeiten verbessert,
Reaktion und Balance geschult und das Muskelkorsett gleichmäßig
am ganzen Körper gestärkt. Weiters lernt der Akrobat künstlerisches
Empfinden, lernt seine eigene Kreativität und Persönlichkeit in
die Kürübung einzubringen und erhebt schließlich die Darbietung
zu seinem Werk. Keineswegs dürfen wir die sozialen Aspekte dieses
Sports übersehen, denn für eine Akrobatikübung gehören immer mehrere
Personen, die durch ihr miteinander üben eine Harmonie erzeugen,
die Akrobatikfiguren erst möglich machen.
Wir sehen, die Sportakrobatik fordert den Sportler auf körperliche,
geistige und emotionelle Weise. Es ist eine Sportart, die durchaus
auch zur Bewustseinsbildung verwendet werden kann und ist somit
ein Sport der Zukunft.
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