Großer Erfolg der österreichischen Mannschaft beim 5. Internationalem Jugendturnier in Baunatal/Deutschland 3. Juni 2000

Großer Erfolg der österreichischen Mannschaft beim 5. Internationalem Jugendturnier in Baunatal/Deutschland 3. Juni 2000 Erstmals konnten österreichische Sportakrobaten an einem internationalen Turnier mit um die vorderen Plätze kämpfen. Erfreuliche Bilanz des Tages: 2. Platz bei den gemischten Paaren durch Anna Stracke/Timo Niermann, 6. Platz des Damenduos Jasmin Gipperich/Stefanie Albert und 6. Platz der Damengruppe Kornelia Kozyga/Hanna Bauer/Manuela Simlinger.

Nachdem bei den Österreichischen Meisterschaften eine deutlichen Leistungsteigerung zum Vorjahr stattfand, spekulierten Trainer und Betreuer insgeheim mit einem guten Abschneiden an diesem internationalen Turnier. Als dann nicht alle gemeldeten Mannschaften (USA, Georgien) kamen, nahmen die Hoffnungen Gestalt an. Insgesamt waren 13 Mannschaften mit 54 Formationen aus 9 Ländern und 4 Nationen am Start. Hauptgegner für die österreichischen Sportler waren vor allem die starken Sportakrobaten aus Deutschland (Hessen), Rußland und Irland.

Nach der Qualifikationsrunde zeichnete sich schon ein österreichische Erfolg ab. Anna Stracke, Timo Niermann Bei den gemischten Paaren belegte das Wiener Paar Anna Stracke/Timo Niermann überraschend nach der ersten Übung den 2. Platz hinter dem russischen Paar Inna Tkatchenko/Igor Golikov. Die Russen mit gewohnt guter Ausführung und Tanzelementen, doch auch die Österreicher bestachen mit wenig Fehler und einer schönen Choreografie. Mit 2/100 Punkten knapp dahinter das zweite russische Paar Victoria Boeva/Dimitri Balebeziev, das gemeinsam mit dem irischen Paar Caitriona Boyle/Dermot Boyle an 3. Stelle, lag. Für Spannung im Finale war daher gesorgt. Die Dritten der Qualifikation konnten sich im Finale nicht steigern und dem führenden russische Paar unterliefen kleine Fehler, sodass sie die Wertung vom Vorkampf nicht mehr wiederholen konnten. Dem österreichische Paar gelang dagegen eine fast fehlerlose Kür und erzielte die beste Note des Durchgangs noch vor den beiden russischen Paaren. Insgesamt reichte es für den überraschenden 2. Gesamtrang.

Bei den Damenpaaren gelangen Stefanie Albert/Jasmin Gipperich aus Wien eine Traumkür (6.95 Punkte von max. 7.50) und kamen als Zweite von 23 Formationen aus der Qualifikation ins Finale. Einzig die regierenden deutschen Meister reihten sich vor ihnen ein, die dann auch die Gesamtwertung souverän gewannen. Auf sehr gutem 7. Platz konnten sich die österreichischen Meister der Klasse C Elisabeth Gmeiner/Janine Bauegger setzen, auf Platz 8 behaupteten sich gemeinsam Doris Meier/Silke Frei aus Dobersberg und Tamara Maier/Katharina Hrubesch aus Krems. Im Finale konnten alle Teilnehmer noch zulegen, außer dem österreichischen Damenpaar. Sie konnten die Leistung nicht mehr wiederholen und machten kleine Fehler, die sich in einem solchen Spitzenfeld drastisch auswirken, daher Platz 6 in der Gesamtwertung.

Auch eine österreichische Damengruppe schaffte den Sprung ins Finale der besten 6 Mannschaften. Als 4. von 23 Formationen kamen die Kremser Kornelia Kozyga/Hanna Bauer/Manuela Simlinger aus der Qualifikationsrunde. Doch auch hier war die Konkurenz aus Hessen und Irland fast übermächtig und nach einer soliden Übung ohne größere Fehler blieb der 6. Gesamtrang. Allgemein war die Leistungsdichte bei den Damengruppen extrem groß. So hatten die Sieger Charlotta Meier/Maria Geringer/Ann-Katrin Crede aus Hessen 6.95 Punkte aus der 1. Übung, die Zehnten des Klassements noch immer 6.70 Punkte und für Platz 16 wurden immer noch 6.50 Punkte benötigt. So wurden die doch guten Übungen der verbleibenden österreichischen Damengruppen nur mit hinteren Rängen belohnt. Viktoria Kropik/Melanie Weber/Marlen Weber am 18. Platz und Karoline Löffler/Stefanie Scheidl/Bianca Zuba auf dem 20. Platz, alle aus Dobersberg.

Bei den Männerpaaren und -gruppen traten erwartungsgemäß nicht viele Formationen an. Es gewannen Norman Labs/Hannes Schenk aus Mecklenburg-Vorpommern vor dem russischen Paar Maxim Parinov/Serguei Kounetzov. Trotz des zweiten Platzes war das russische Männerpaar der Star des Tages und Publikumsliebling. Die Kür der Beiden war nicht fehlerfrei, aber eine Show aus Spaß und guter Laune, die den Funken sofort aufs Publikum überschlagen ließ.

Die Spitzenplätze der österreichischen Sportakrobaten rundeten den mannschaftlichen Erfolg ab: 3 Platz in der Mannschaftswertung hinter Hessen und Irland. Die Siegerehrung der Mannschaften fand am Abend bei der Schlussveranstaltung statt und die Organisatoren konnten noch mit einer Überraschung aufwarten. Der bekannte DJ Captain Jack gab eine improvisierte Probe seines Könnens und begeisterte alle Anwesenden.

Die 11 Formationen aus Krems, Dobersberg und Wien erhielten von den gegnerischen Mannschaften und Offiziellen viele anerkennende Worte für die überraschenden Leistungen. Noch vor zwei Jahren wurde die österreichische Mannschaft als nicht wirklicher Konkurrent betrachtet. Der Erfolg dieses Wettkampfes bestätigt auch den Aufwärtstrend der Sportakrobatik in Österreich und die gute Arbeit aller Betreuer und Trainer.
 

Bild: Samson.
Anna Stracke, Timo Niermann
 
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