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Ein russischer Kinderzirkus gab mit einem
mehrfach ausgezeichneten Programm ein Gastspiel in Wien. Was die
jungen Artisten in ihrer Show zeigten und der Kommentar eines
Akrobatiktrainers nach der Aufführung.
Bei dem Begriff Kinderzirkus tritt immer wieder das Problem auf,
ob dieser Zirkus nun von Kindern gemacht oder für Kinder
gedacht ist. Beim russischen Kinderzirkus mit seinem Programm:
"Mischka, Grischka i tschapai" handelt es sich um einen
Zirkus von Kindern im Alter von 6-18 Jahren, der
derartig professionell ist, dass sich nicht nur Kinder und hartgesottene
Zirkusfans daran erfreuen können.
Vor Beginn der Vorstellung beeindruckt vor allem das Fehlen jeglicher
Dekoration, die keinerlei Zirkus vermuten liese. Wenn dann die
Musik einsetzt, beginnt ein farbiges, dynamisches und gut gelauntes
Spektakel, dass versucht die russische Zirkustradition und die
moderne Hip-Hop Kultur zu vereinen. Das Programm ist 1996 entstanden
und erhielt mehrfache internationale Preise, darunter auch den
Zirkuspreis von Monte Carlo.
Eingeleitet wird das Programm von zwei hervorragenden Clowns,
die trotz ihres jungen Alters das Puplikum erstaunlich fest im
Griff haben und die Stimmung mit tollen neuen Ideen ständig
neu anheizen. Danach spannt sich ein Bogen von Partnerakrobatik,
Schlangenmenschen, Jongleure, Leiter-Equlibristik, Rolla Bolla
Brett, Rope Skiping und eine absolut Weltklasse-Hula Hup Reifen
Nummer. Die Nummern werden mit einer tollen Sicherheit vorgeführt,
wobei ein Artist gleich mehrer Nummer bestreitet.
Das alles vorgetragen mit fetziger Hip Hop- und Chart-Musik für
das vor allem junge Puplikum.
Alles in allem fehlte zwar die Zirkusatmosphäre durch die
schlichte Bühne und den Aufführungsort, die Kurhalle
Oberlaa. Die jungen Artisten wussten aber in toller Weise zu überzeugen.
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