Quo vadis, Wettkampfregeln?

Eine Änderung der österreichischen Wettkampfregeln ist, bei Betrachtung der internationalen Entwicklung längst überfällig.


International gelten seit 2001 neue Bewertungskriterien. So werden statt bisher einer Wertung ganze drei Wertungen von den Kampfrichtern vorgenommen.

1. Technische Note
Hier werden alle technischen Fehler, die bei der Ausführung der Übung gemacht werden, abgezogen. Die technische Note kann maximal 10,0 betragen.

2. Künstlerische Note (Choreografie)
wird extra benotet und ist neu. In diese Wertung fallen alle Kriterien, die bis jetzt als allgemeiner Eindruck galten, wie z. B die Ausgewogenheit der akrobatischen Elemente in der Übung. Maximalnote ist 5,0

3. Schwierigkeitsnote
Die Schwierigkeitsnote wird über die Anzahl der Value (Schwierigkeitspunkte) einer Übung errechnet. Faktisch ist diese Note nach oben offen. Für eine Note von 5.0 benötigt man z.B. 200 Value.

Diese Wertungen werden addiert und ergeben den Gesamtwert. In Deutschland, Schweiz und der EM in Portugal wurde bereits nach der neuen Methode gewertet.

Das bringt die Verantwortlichen in Österreich natürlich unter Zugzwang, zumal die bestehenden Wettkampfrichtlinien für Unmut sorgen. Speziell die Regelung in der Klasse C, wo Übergänge in Elementen trotzdem als ein Element gelten, steht immer wieder im Kreuzfeuer der Kritik.
Laut Elisabeth Birli wird ein Entwurf für neue Wettkampregeln, in die auch die internationalen Kriterien einfließen sollen, im August 2001 zur Verfügung stehen und soll für die nächste Wettkampfsaison gelten.
Neben der Entrümpelung des Teilekatalogs werden auch neue Plichtelemente angedacht.