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Die Wahl des ÖFT-Verbandstags barg
für die Akrobatikszene eine profunde Überraschung. Bernadette
Plutsch, zur Zeit Kampfrichterobfrau, wurde zur neuen Bundesfachwartin
für Sportakrobatik gewählt. Weiters wurden die Weichen
gestellt zur großen Reform "ÖFT neu".
Elisabeth Birli, erster Bundesfachwart für Sportakrobatik
im ÖFT, unterlag einer Kampfabstimmung beim Verbandstag am
10. Mai.2003. Neue Bundes-fachwartin wurde damit Bernadette Plutsch,
Kampfrichterobfrau und Trainerin für die Sportakrobatikunion
Krems. Damit folgten die Stimmdelegierten erstmals in der Geschichte
des ÖFT nicht dem Vorschlag der Wahlkommission, sondern einem
Gegenvorschlag des Landesverbandes Niederösterreich.
Damit entscheidet sich wohl ein monatelanger Zwist zwischen Verantwortlichen
aus Niederösterreich und der ehemaligen Bundesfachwartin
um verwendete Gelder und einem neuem reformierenden Regelwerk
in der Sportakrobatik. Aus ungenannten Quellen wurde bestätigt,
dass Wochen vor der Abstimmung mit teils unbewiesenen Argumenten
massiv Lobby vom Niederösterreichischen Verband für
die eigenen Kanditaten betrieben wurde und damit auch den Erfolg
ermöglichte.
Nun wartet eine große Herrausforderung auf die neue Bundesfachwartin.
So ist das Technische Kommitee für das neue Regelwerk zu
konsolidieren, begonnene Ausbildunsmaßnahmen weiterzuführen
und auszubauen, die immer neu dazustoßenden neuen Mitglieder
zu unterstützen, bundesweite Wettkämpfe zu lancieren
und nicht zuletzt, die überraschten Personen des ÖFT
und Sportakrobatik in Österreich von ihrer Kompetenz und
Engagement zu überzeugen.
Weiters wurde vom ÖFT-Verbandstag eine Reform beschlossen,
die neue Mitgliederstrukturen zur verbesserten Finanzierung des
Turnsports in Österreich vorsieht. So wird geplant alle Turnsportvereine
und Einzelpersonen als Mitglieder zu gewinnen. Die Mitgliedsbeiträge
werden dann dem ÖFT und den Landesverbänden zur Verfügung
gestellt, die wiederum es auf die Sportsparten aufteilen. Die
Sportakrobatik, die bereits ein unabhängiges Beitragssystem
aus der Vergangenheit in den ÖFT übernommen hat, könnte
dadurch an Geld einbüßen, da die Verteiloption nicht
mehr der Bundesfachwart steuern würde, sondern die Landespräsidien.
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